Eine Duftkerze liegt mit einem Geschenk auf einem Tisch

Düfte im Feng Shui

Am 1. Dezember hat die Adventszeit begonnen. Und überall breitet sich langsam aber unaufhaltsam der ganz besondere Weihnachtsduft aus. Es riecht nach Tannen, nach Kerzenwachs, frisch gebackenen Plätzchen, Bratäpfeln, Glühwein und Punsch. Jetzt beginnt auch wieder die Zeit, in der Räucherstäbchen ausgepackt, Duftkerzen angezündet und Duftlampen für Duftöle oder Duftwachse aufgestellt werden. Dies möchte ich zum Anlass nehmen, um einmal das Thema Düfte aus Feng-Shui Sicht zu betrachten. 

Was Düfte können

Schon seit vorchristlicher Zeit beschäftigen sich Menschen mit der Herstellung und dem Einsatz von Düften. Inzwischen leben ganze Industrien recht lukrativ vom Geschäft mit dem Duft. 

Kaufhäuser, Supermärkte, Autohäuser, Schuhgeschäfte usw. nutzen angenehme Düfte um Kunden anzulocken, deren Aufenthaltszeit zu verlängern, die Kauflaune zu heben um damit den Umsatz zu erhöhen. Auch Konzertsäle, Theater oder Konferenzräume, Banken, Parkhäuser usw. werden vielerorts beduftet.

Manche Unternehmen haben inzwischen ein eigenes Duftmarketing, das z.B. dafür sorgt, dass die Mitarbeiter stets motiviert und produktiv sind. 

In der Medizin werden Düfte u.a: bei Demenzkranken eingesetzt, um Emotionen zu aktivieren oder bei Wachkomapatienten, um sie ins Leben zurück zu locken. Die Aromatherapie beschäftigt sich mit der Heilwirkung von Duftessenzen. Sogar in der Krebstherapie arbeiten Wissenschaftler an Methoden, um mit Düften zu heilen.

Düfte im Wohnumfeld

Auch in unserem privaten Umfeld spielen Düfte eine immer größere Rolle. In fast jedem Produkt sind die unterschiedlichsten Duftstoffe enthalten: in Kosmetikartikeln, Haushaltsreinigern, Waschmitteln, Windeln, Lebensmitteln, Kerzen, … Der moderne Kalender hat 12 intensiv duftende Kalenderblätter. Der Wecker weckt uns nicht nur mit sanfter Musik. Nein, – er verströmt sogar frischen Kaffeduft, der uns das Aufstehen erleichtern soll. 

Gerade in der Vorweihnachtszeit kommen viele weitere Düfte hinzu, die unsere Wohnräume gemütlich und heimelig machen. Da gehört unser ganz individueller Weihnachtsduft in Form ätherischer Öle, als Duftkerze, Räucherstäbchen oder Raumspray natürlich auch dazu.

Allgemein gilt hierbei:

  • Setzen Sie nur Düfte ein, die sie mögen. Mit jedem Duft verbinden wir ganz persönliche Erinnerungen und Erfahrungen. Sind diese positiv, tut der Geruch uns gut und darf in die Wohnräume einziehen. Riechen Sie also daran, bevor Sie etwas Neues kaufen.
  • Verwenden Sie nur hochwertige Düfte. Achten Sie beim Kauf eines Duftöls darauf, ob es aus naturreinen Ölen hergestellt ist und Bio-Qualität hat. Billige Produkte sind meist mit chemischen Substanzen und minderwertigen Pflanzenteilen vermischt.
  • Weniger ist mehr. Beduften Sie nicht jeden Raum gleichzeitig und mit unterschiedlichen Düften. Das führt eher zu einem Geruchschaos und kann bis hin zur Stinkbombe werden, mit eventuell sehr unangenehmen Nebenwirkungen. Hier geht, wie immer im Feng Shui, Qualität vor Quantität.
  • Seien Sie sparsam. Bei der Dosierung der Düfte wirkt nicht viel automatisch auch besser. Ein zu stark verwendeter Duft kann unter Umständen die Haut und die Schleimhäute reizen, Kopfschmerzen verursachen u.v.m..

Düfte im Feng Shui

Duftstoffe können wir aus unterschiedlichen Gründen einsetzen, z.B. um den Raum mit einem angenehmen Duft zu füllen, um eine bestimmte Stimmung hervorzurufen, um gewisse Themen zu unterstützen, zu lindern oder zu lösen.

Im Feng Shui nutzen wir Düfte aber in erster Linie zu einem weiteren Zweck. Hier werden sie gezielt eingesetzt, um die Atmosphäre in einem Raum auf feinstofflicher Ebene auszugleichen. Dies geschieht im Sinne der 5 Wandlungsphasen. 

So, wie jedem Element eine bestimmte Farbe oder Form zugeordnet ist, gibt es auch einen passenden typischen Geruch, der dem Raum gut tut und ihn energetisch aufwertet. Er wird mit der Berechnungsmethode der „Fliegenden Sterne“ herausgearbeitet und anschließend mit weiteren Korrekturen (z.B. neues Farb-, Form und Materialkonzept) in den Raum gegeben. 

Ein Beispiel aus der Praxis verdeutlicht dies:

Ein Raum im Süden, dessen Berechnung zusätzliche starke Feuerenergie in Form der „Fliegenden Sterne“ ergibt, ist als Schlafzimmer eindeutig zu „heiß“. Die viel zu dominante Feuerenergie sorgt hier für Stress, Unruhe, verstärkt Nervosität, Streitereien usw.. 

Mit der Wandlungsphase Erde kann im Sinne des Elemente- Kreislaufs ein zu viel an Feuer abgeleitet werden. Dies geschieht durch ein entsprechend angepasstes Farb-, Material- und Formenkonzept, d.h. es kommen in unserem Beispiel aufeinander abgestimmte erdige Farben, Materialien aus Ton, Keramik, Lehm, usw. und rechteckige Formen zum Einsatz. Ein entsprechender Duft, der dem Element Erde zugeordnet ist (= süßlich) wie z.B. Vanille, kann zusätzlich als Informationsträger dafür sorgen, dass das Energiefeld wieder in die Balance kommt und die Feuerenergie geschwächt wird. Der Duft passt zudem sehr gut in die Weihnachtszeit. Er wird, nachdem geklärt ist ob er allen Mitbewohnern gefällt, z.B. in Form eines ätherischen Öls über einen Diffuser in den Raum gegeben. Hier verbreitet er seinen ausgleichenden Duft und dient zusätzlich als Anker. 

Die richtige Kombination von Farbe, Form und Material in Kombination mit einem passenden Duft verbessert die Raumenergie und sorgt für eine angenehme Atmosphäre, die den Bewohnern gut tut.

Es wird wieder deutlich, dass Feng Shui viel mehr ist als Möbel von hier nach da zu schieben. 

Düfte und Feng Shui ist für mich ein sehr spannendes Thema, dass leider noch viel zu wenig angewandt wird. 

Sollten Sie noch Fragen dazu haben, beantworte ich Sie Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch. Kontaktieren Sie mich.