Wenn Mama und Papa sich trennen – Feng Shui Tipps, die Ihr Kind jetzt stärken

Wenn Eltern sich trennen, bricht für die meisten Kinder eine Welt zusammen. Nichts ist plötzlich mehr wie es war. Das gesamte familiäre Weltbild gerät aus den Fugen. 

Gerade jetzt sollten beide Parteien sich ihrer Verantwortung als Eltern bewusst sein. Ihre Aufgabe ist es, die Kinder im Prozess der Veränderung zu unterstützen und zu stärken, damit sie diese kritische Zeit bestmöglich überstehen. Neben Einfühlungsvermögen, neben Gesprächen und liebevoller Zuwendung kann auch auf räumlicher Ebene einiges zum Wohle der Kinder getan werden. Denn: Ändere ich etwas im Außen, in den Räumen, – ändert sich etwas im Leben, – in mir. Feng Shui zeigt, wie es geht.

Auch Räume „trauern“

Zieht ein Elternteil aus, verändert sich zwangsläufig auch auf räumlicher Ebene so einiges. Möbelstücke werden z.B. aus der Wohnung/ dem Haus getragen, ein Stuhl am Esstisch bleibt bei den Mahlzeiten leer, die Familienfotos verschwinden vom Sideboard, das Elternbett wird vom Doppel- zum Einzelbett umfunktioniert. 

Auch auf energetischer Ebene findet ein Wandel statt. Die Raumatmosphäre wird eine andere – alles wirkt plötzlich leer, trist, bedrückend, trostlos und traurig, denn auch die Wohnung, das Haus „trauert“ und vermisst auf eigene Art und Weise den Menschen, der gegangen ist. Er hat schließlich über einen gewissen Zeitraum hinweg die Energien der Räume mitgeprägt und seine Spuren in deren „Gedächtnis“ hinterlassen.

Kinder spüren oft diese veränderte Stimmung in den Räumen und zeigen dies auch. Sie verkriechen sich z.B. in ihr Zimmer. Es ist der Raum, in dem sich in der Regel nach einer Trennung der Eltern am wenigsten verändert und der ihnen daher wohl am meisten Sicherheit, Geborgenheit und auch die Möglichkeit zum Trauern bietet. 

Damit das Zuhause als schützende Hülle, als dritte Haut Kinder jedoch bestmöglich beschützt und unterstützt, ihnen Kraft und Zuversicht gibt, ist eine gute Verbindung mit allen Räumen, (= mit dem gesamten „Organismus“) notwendig. 

Wie Feng Shui helfen kann

Feng Shui ist eine über 5000 Jahre alte Erfahrungswissenschaft, in der es darum geht, den Mensch mit seinem Wohnumfeld zu verbinden. Nicht nur Erwachsene profitieren von den Harmoniegesetzen, die sich im Laufe der Jahrtausende im Feng Shui entwickelt haben. Auch Kinder haben ein Gespür dafür, wie wohltuend harmonisch gestaltete Räume sind.

Hier nun meine Tipps, wie Sie mit einfachen Feng Shui Maßnahmen Kinder wieder Sicherheit und Zuversicht in ihrem veränderten Zuhause geben können.

  1. Räuchern Sie die Räume aus

Räume speichern sowohl positive als auch negative Ereignisse, die unser Leben beeinflussen. Gerade nach einer nicht so harmonischen Partnerschaft, in der es über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder zu Streit und heftigen Auseinandersetzungen kam, überwiegen die negativen Energien in den Räumen. Insbesondere hier empfiehlt sich eine energetische Reinigung, z.B. durch Räuchern der Wohnung / des Hauses. Sie klärt die Raumenergien und hebt sie an. Beziehen Sie Ihr Kind dem Alter und Entwicklungsstand entsprechend in die Räucherung mit ein. Suchen Sie gemeinsam eine passende Räuchermischung aus und machen Sie eine kleine Zeremonie aus dem Räuchern. Laden Sie ihr Kind dazu ein, sich für die Zeit, die war, zu bedanken und sie dann mit dem Rauch davonziehen zu lassen. Heißen Sie mit ihm den neuen Lebensabschnitt in den Räumen willkommen und ermutigen Sie es, seine Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft in den Räumen zu manifestieren. All dies hilft ihm, sich neu mit seinem Zuhause zu verbinden. Es gibt ihm Zuversicht, Selbstvertrauen und macht Mut. 

  1. Räumen Sie auf 

Während einer Beziehung sammelt sich von beiden Partnern so einiges in der Wohnung/dem Haus an. Und auch trotz Auszug einer Partei bleibt manches noch in den Räumen stehen und liegen. Überlegen Sie, je nachdem um was es sich handelt, gemeinsam mit Ihrem Kind, was bleiben darf, weil es an schöne Familienzeiten erinnert. Was soll auf jeden Fall gehen, weil es nur Trauer und Schmerz auslöst? Nehmen Sie die Gefühle Ihres Kindes ernst und respektieren Sie nach Möglichkeit die Entscheidung, auch wenn Sie vielleicht anderer Meinung sind. In ein paar Monaten sieht die Welt noch einmal anders aus. Dann kann neu darüber verhandelt werden was bleiben darf und was entsorgt werden kann.

  1. Räumen Sie um

Zieht ein Partner aus, ergeben sich durch die veränderte räumliche Situation oft neue Möglichkeiten. Das Schlafzimmer ist plötzlich zu groß und kann vielleicht mit dem Kinderzimmer, dass eigentlich zu klein ist, getauscht werden. Der Esstisch kann anders gestellt werden, da ein Platz frei geworden ist usw.. Überlegen Sie, wie Sie die Räume neu organisieren können. Was tut Ihrem Kind jetzt gut? Wieviel Nähe und Zuwendung braucht es und wie können die Räume dementsprechend genutzt werden? Welche Ideen hat wohl Ihr Kind dazu?

  1. Stärken Sie Ihrem Kind den Rücken

Gerade in schwierigen Zeiten müssen wir Kindern den Rücken stärken. Hier sind ausgiebige Streicheleinheiten besonders wichtig. Aber es geht noch mehr. 

Geben Sie Ihrem Kind auch in den Räumen „Rückendeckung“, damit es sich sicher, geborgen und geschützt fühlt. 

Achten Sie darauf, dass das Bett an einer festen Wand steht und ihr Kind im Liegen die Tür und möglichst auch die Fenster im Blick hat. Vielleicht sorgt auch ein Himmel über dem Bett für zusätzlichen Schutz und Geborgenheit. 

Steht im Kinderzimmer ein Schreibtisch, sollten Sie auch hier darauf achten, dass Ihr Kind eine stabile Wand im Rücken hat und den Raum gut überblicken kann.

Generell sollten Sie, soweit möglich, in jedem Raum, also auch im Wohnzimmer, der Küche oder dem Esszimmer darauf achten, dass die Sitzplätze – Couch und Esstischstuhl – so stehen, dass der Rücken geschützt ist und Ihr Kind den Raum mit einem Blick überschauen kann. Diese Sitzposition ermöglicht Kontrolle und verhindert Stress, der unbewusst entsteht, wenn man nicht sieht was hinter dem Rücken geschieht. Und zusätzlicher Stress sollte in einer Trennungssituation unbedingt vermieden werden! 

  1. Achten Sie auf gute Richtungen

Ihr Kind hat aufgrund seines Geburtsjahrs ein eigenes Chi, das mit guten und weniger guten Himmelsrichtungen und Blickrichtungen verknüpft ist. Gelingt es, die guten Richtungen zu nutzen, wirkt sich dies positiv aus. Alles geht ein wenig leichter. Ein guter Raum zum Schlafen z.B., kombiniert mit einer guten Blickrichtung ist dabei am wirkungsvollsten. 

Möchten Sie mehr darüber erfahren, informiere ich Sie gerne darüber, was es damit auf sich hat.

  1. Stärken Sie die Mitte

Eine Krise wirft uns schnell aus unserer eigenen inneren Mitte. Umso wichtiger ist es dann, sich der Mitte auf einer anderen Ebene, – nämlich der räumlichen – bewusst zu werden und sie ganz gezielt zu stärken. Schauen Sie sich also die Mitte, den Dreh- und Angelpunkt ihrer Wohnung/ Ihres Hauses einmal genauer an. Es ist schließlich der Ort, der Ihnen und Ihrer Familie Kraft, Zuversicht, Stabilität und Geborgenheit vermitteln sollte. Wie ist die Mitte gestaltet? Was befindet sich hier? 

Wertschätzen und gestalten Sie den Mittelpunkt mit Gegenständen, Symbolen, Bildern, Worten usw., die sowohl Ihre persönliche Mitte, als auch die Ihres Kindes stärkt.

  1. Gestalten Sie Kraftplätze

Gerade in Krisenzeiten brauchen wir in unseren Räumen einen Platz, der uns glücklich macht, der uns stärkt, an dem wir auftanken können. Laden Sie Ihr Kind dazu ein, sich einen solchen Kraftplatz ganz bewusst zu gestalten und geben Sie ihm den nötigen Raum dazu. Es kann Gegenstände dort hinstellen, Bilder aufhängen, Symbole platzieren – was immer ihm als Kraftquelle dient. Platzieren Sie alles an einem zentralen Platz in Ihrer Wohnung/ Ihrem Haus, so dass Sie sich die Dinge gemeinsam mit Ihrem Kind immer wieder ganz bewusst anschauen können. Es werden interessante Gespräche entstehen! 

Sicher tut Ihnen ein solcher Kraftplatz auch gut! Richten Sie Ihn sich ein!

  1. Sorgen Sie gut für sich selbst

Eine Trennung ist für alle Beteiligten, besonders aber für den Elternteil, der mit den Kindern zurückbleibt, eine große Belastung und Herausforderung. Gerade jetzt sollten Sie gut auf sich Acht geben und gut für sich sorgen, damit Ihnen genügend Kraft und Zuversicht zur Verfügung stehen, um die Krise zu bewältigen. Treffen Sie sich mit Freunden, lesen Sie ein gutes Buch, gehen Sie in den Wald – tun Sie all das, was Ihnen Freude bereitet und was Sie stärkt. Denn: geht es Ihnen gut, wirkt sich dies auch positiv auf Ihr Kind aus!

Umräumen, ausräumen, räuchern oder neu gestalten bringt frische Energien und frischen Wind ins Zuhause. Es zwingt alle Beteiligten aktiv zu sein, sich mit der Trennungssituation auseinander zu setzen und sie z.B. mit Gesprächen, mit dem Loslassen von Gegenständen und dem Verändern der Räume zu verarbeiten. Dies ist sicher besser, als in Schockstarre zu fallen und handlungsunfähig zu sein.

Denken Sie auf jeden Fall auch daran, für Ihr eigenes gutes Feng Shui – Umfeld zu sorgen. Insbesondere dem Schlafzimmer sollten Sie nun Ihre Aufmerksamkeit schenken, da Sie hier viel Zeit verbringen. 

Gerne unterstütze ich Sie dabei. Kontaktieren Sie mich!