Licht und Feng Shui

Schlägt dir die zunehmende Dunkelheit aufs Gemüt? Bist Du anfällig für Niedergeschlagenheit, Müdigkeit oder gar Depressionen?
Dann solltest du unbedingt weiterlesen. Schließlich geht es in diesem Beitrag darum, wie du mit künstlichem Licht deine Räume erhellen kannst. Das bringt nicht nur dein Zuhause zum Strahlen, sondern wirkt sich auch auf dich und deinen Gemütszustand positiv aus.
Und auch, wenn du psychisch stabil bist, können dir meine Tipps helfen, dem Herbst- und Winterblues gelassen entgegenzusehen.

Licht ist Lebensenergie

Der Herbst hat nun Einzug gehalten. Die Tage werden somit kürzer und die Dunkelheit nimmt sich mehr und mehr Raum. Dadurch spielt die künstliche Beleuchtung in den Häusern und Wohnungen nun wieder eine wichtige Rolle.
Licht ist schließlich Lebensenergie und als unendliche Lichtwesen sind wir darauf angewiesen. Nur wenn es uns in ausreichendem Maße zur Verfügung steht, geht es uns gut, fühlen wir uns wohl und sind in unserer Kraft. Lichtmangel dagegen kann zu den unterschiedlichsten Krankheiten führen und ist z.B. mitverantwortlich für Müdigkeit, Abgeschlagenheit bis hin zur Depression.
Es lohnt sich also, gerade jetzt im Übergang vom Sommer zum Herbst, die Lichtverhältnisse in deinen Räumen einmal genauer zu beleuchten und einen gezielten Feng Shui Blick darauf zu werfen.

Achte auf deine Fenster

Die erste und auch wichtigste natürliche Lichtquelle ist für uns die Sonne, die uns das Tageslicht liefert.
Das Sonnenlicht nimmt Einfluss auf alle lebenswichtigen Prozesse in deinem Körper. Daher ist es wichtig, dass Sonnenlicht in ausreichendem Maße zu dir gelangt.
In deinem Haus/deiner Wohnung scheint es durch die Fenster in die Wohn- und Arbeitsräume.
Damit du auch im Herbst und im Winter optimal davon profitieren kannst, hier nun drei Tipps:
– Achte darauf, dass die Fenster deiner Räume stets sauber sind.
– Gardinen, Vorhänge, Jalousien, Rollos usw. machen den Raum gemütlicher. Du solltest sie jedoch möglichst flexibel einsetzen können zuziehen bei zu viel Sonne, öffnen bei geringem Sonnenlicht).
– Überprüfe einmal deine Fensterbänke. Belade sie gerade bei kleinen Fenstern nicht übermäßig mit Dingen. Riesige Pflanzen, große Deko-Teile oder herabhängende Deko verhindern schließlich, das Sonnenlicht in die Räume gelangen kann.

Setze Licht richtig ein

Licht beeinflusst deine Stimmung, auch wenn du dir dessen vielleicht noch nicht bewusst bist.
Ein warmes, angenehmes, freundliches Licht mit Rotanteil in deinen Räumen sorgt dafür, dass es dir gut geht, du kannst loslassen und entspannen, fühlst dich heimelig und sicher. Es ist somit auch die beste Lichtquelle z.B. für dein Schlafzimmer, in dem es ja genau um diese Themen geht.
Ein helles, weißlich-blaues Licht dagegen weckt dich auf und unterstützt dich dabei, ins Tun zu kommen und z.B. eine anstehende Schreibarbeit (vielleicht deine Steuererklärung 😊) zu erledigen. Steht dein Schreibtisch also z.B. im Wohnzimmer, wird deutlich, dass je nach gewünschter Stimmung, unterschiedliche Lichtquellen in deinen Räumen nützlich und sinnvoll sind. Schließlich willst du in diesem Raum ja nicht nur arbeiten, sondern auch entspannen.
Je vielseitiger die Lichtquellen sind, um so universeller kannst du die Stimmung im Raum beeinflussen. Nutze dazu nicht nur künstliches Licht, sondern auch Spiegel, Kristalle, Kerzen oder das Kaminfeuer. Richtig im Raum platziert, sorgen sie für effektvolle Lichtpunkte.

Modelliere mit Licht deine Räume

Mit Licht kannst du nicht nur die Stimmung beeinflussen. Du kannst damit auch deine Räume „modellieren“. Dazu benötigst du lediglich unterschiedliche Lichtquelle, wie z.B. Stehlampen, kleine Tischlampen, Lichtleisten, Spots, Bodenlampen, Deko-Lampen oder auch Kerzen. Sie verteilen das Licht punktuell, flächig, direkt oder indirekt. Ein eingebauter Dimmer ist zusätzlich vorteilhaft.
Nutze sie, um einzelne Zonen im Raum zu modellieren. So kann eine gemütliche Ecke entstehen, in der Kerzen und eine kleine Lampe auf der Fensterbank für das nötige Stimmungslicht sorgen. Der Esstisch dagegen ist mit einer helleren Deckenleuchte ausgestattet, so dass jeder gut sehen kann, was er zu sich nimmt. Die Sofaecke wird mit einer Stehlampe ausgestattet und neben dem Fernseher steht eine kleine, indirekte Beleuchtung. Das Licht ist also immer auf einen Bereich beschränkt, modelliert diesen und rückt ihn in das richtige Licht. Es entstehen kleine Lichtinseln, die den Raum lebendig machen und für Spannung sorgen, während ein gleichmäßig ausgeleuchteter Raum mit nur einer Lichtquelle dagegen ungemütlich und langweilig wirkt.

Lenke mit Licht die Aufmerksamkeit

Licht zieht nicht nur Motten an. Auch wir Menschen reagieren mit unserer Aufmerksamkeit darauf. Das, was beleuchtet ist, zieht unseren Blick magisch an. Diese Tatsache nutzen wir im Feng Shui sehr gerne, um bestimmte Bereiche eines Raumes oder auch bestimmte Objekte (Bilder, Möbel, Pflanzen, Deko) hervorzuheben.
Rücke also mit gezielt eingesetztem Licht Dinge, die dir wichtig sind in den Fokus. Du kannst z.B. Bilderleuchten anbringen, um deine Lieblingsbilder anzustrahlen. Du kannst mit Spots große Pflanzen von unten anstrahlen oder Leuchtobjekte ganz gezielt im Raum platzieren. Die Möglichkeiten, mit künstlichem Licht zu arbeiten, sind heute schier unendlich.

Belebe mit Licht tote, dunkle Ecken

In Ecken und Nischen, die tot und dunkel sind, fließt in der Regel keine Energie. Dies ist auch ein Grund dafür, warum ungehorsame Kinder z.B. in der Schule früher in die Ecke gestellt wurden. Mehr darüber erfährst du in meinem Blogbeitrag: „In allen vier Ecken soll Liebe drin stecken“.
Hast auch du in deinen Räumen also solch dunkle Bereiche, in die das Tageslicht nur sehr spärlich oder auch gar nicht vordringt, solltest du hier ganz gezielt für Licht sorgen. Das trägt nicht nur dazu bei, dass der Raum dadurch gemütlicher wird. Indem du die Ecken erleuchtest, werden sie auch wieder zum Bestandteil des Raumes. Er wirkt dadurch optisch größer und das Licht gibt dem Raum mehr Weite.

Gleiche mit Licht Fehlbereiche aus

Gibt es in einem Raum eine Ecke und der Raum ist dadurch nicht quadratisch oder rechteckig, sprechen wir im Feng Shui von einem Fehlbereich, der besteht. Im Raum sind dadurch nicht alle Himmelsrichtungen und alle Attribute, die damit verknüpft sind, energetisch gleichermaßen vorhanden. Je nach Größe des Fehlbereichs und je nachdem, wie die Bewohner in Resonanz damit gehen, kann sich dies unterschiedlich stark auf sie auswirken. Um diesen Fehlbereich abzumildern, besteht die Möglichkeit, ihn ganz gezielt z.B. auch mit Licht „auszugleichen“. Es wird dabei so angebracht, dass es die fehlende Ecke optisch darstellt.

Beeinflusse mit Licht die Raumproportionen

Licht kann von oben, von unten oder von der Seite kommen. Je nach Raum wirkt sich dies unterschiedlich auf unser Empfinden aus. Dies nutzen wir im Feng Shui, um ungünstige Raumproportionen auszugleichen und Räume optisch neu zu proportionieren.
Hier einige Beispiele dazu:
– Ist dein Flur z.B. sehr schmal und lang, kannst du ihn mit quer angebrachten Leuchten und kleinen Lichtinseln optisch verkürzen.
Eine einzige Lichtquelle von oben (Deckenleuchte) lässt einen Raum kleiner wirken und es entsteht der Eindruck, als ob die Wände näher aneinander rücken.
– Hast du einen sehr niedrigen Raum, kannst du die Decke beleuchten und indirekt mit Licht heller werden lassen. Dadurch wirkt der Raum höher.
– Ein sehr hoher Raum kann dagegen niedriger wirken, wenn das Licht nur auf den unteren Teil der Wände gerichtet ist und die Deckenfläche eher im Dunklen liegt. Dadurch rutscht die Decke gefühlt weiter nach unten.
Neben dem Licht spielt auch die passende Wandfarbe bei der Raumwirkung eine wichtige Rolle. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Arbeite mit Licht und Schatten

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Achte also darauf, worauf dein Licht fällt und welche Schatten es entstehen lässt.
Den Licht- und Schatteneffekt kannst du auch gezielt nutzen. Rücke z.B. einen schönen Deko – Gegenstand so ins Licht, dass er sein Gegenbild im Raum an anderer Stelle widerspiegelt. Das kann für sehr interessante, spannungsreiche, lustige Effekte sorgen. Manchmal wird es jedoch auch gruselig. Halte deine Schatten also im Blick.
Achte des Weiteren gerade beim Kauf einer neuen Lampe darauf, welche Muster sie in das Zimmer wirft. Je nach Design und Material kann der Raum durch sie sehr wuselig und unruhig werden.

Vermeide, das Licht Sat Chi ist

Chi ist die Lebensenergie. Kann sie frei fließen, geht es uns gut. Wird sie dagegen in ihrem Fluss gestört, entsteht Sat Chi („negatives“ Chi).
Alles, was den Energiefluss hindert ist somit Sat Chi. Licht ist davon nicht ausgenommen. Sat Chi kann in Bezug dazu z.B. grelles Licht, flackerndes Licht oder ungünstig positionierte Lampen sein, deren Licht direkt in die Augen geht. Überprüfe also deine Lichtquellen. Tausche z.B. kaputte Birnen direkt aus, richte den Lichtkegel neu aus oder such gegebenenfalls einen anderen Platz für eine Lampe.

Zum Schluss noch etwas zum Nachdenken

Unsere Welt wird immer schnelllebiger und hektischer. Produktivität steht inzwischen in vielen Bereichen an erster Stelle. Und so sind wir die ganze Zeit über in Aktion, am Machen und Tun. Dies führt leider dazu, dass viele Menschen überreizt sind, sich überfordert fühlen und sogar krank werden. Zeiten zum Entspannen, Regenerieren, Auftanken nehmen sich viele von uns viel zu selten.
Vielleicht geht es dir auch so. Vielleicht bist auch du im Hamsterrad gefangen.
Dann ist es gerade jetzt so wichtig, dass dein Zuhause so eingerichtet ist, dass du wenigstens in deinen eigenen vier Wänden die Möglichkeit hast, zur Ruhe zu kommen.
Licht leistet hier einen nicht zu unterschätzenden Beitrag. Gerade in den uns nun bevorstehenden dunkleren Jahreszeiten ist es wichtig, dass du darauf achtest, mit welchen Leuchtmitteln du dich umgibst. Es sollten zumindest hier diejenigen überwiegen, die mit warmem, langwelligem Licht und einem hohen Rotanteil ausgestattet sind.
Leuchtmittel, die viel Weiß- und Blauanteile enthalten, solltest du nur sparsam und sehr bedacht einsetzen. Sie entsprechen im Feng Shui der Yang Energie, halten dich wach und signalisieren dir, dass es Zeit ist, aktiv zu sein. Sie verhindern, dass du zur Ruhe kommst und entspannen kannst. Sie sorgen dafür, dass du nur schwer in den Schlaf findest.
Und vielleicht tragen ja gerade auch all die im Handel erhältlichen LED Lampen mit ihrem kühlen Blau – und Graulicht dazu bei, dass es gefühlt immer kühler und grauer um uns herum und sogar in uns drinnen wird.
Darüber lohnt es sich doch einmal nachzudenken.

Was sonst noch möglich ist

Wie immer möchte ich dich am Ende des Beitrags darauf aufmerksam machen, was noch alles möglich ist.
Du kannst dir z.B. auch dein Licht im Außen anschauen. Wie wirst du im Dunklen gefunden? Ist deine Hausnummer gut zu sehen und ist dein Namenschild an der Tür beleuchtet?
Wie viel Licht leuchtet dir, damit du deine Haustür sicher erreichst?
Wie sieht es auf deinem Balkon, auf deiner Terrasse, in deinem Garten mit Licht aus?

Und wenn du Unterstützung oder Ideen zu diesem Thema brauchst, dann melde dich bei mir.
Ich helfe dir gerne dabei, dein Zuhause mit weiteren Feng Shui-Tools und kreativen Tipps umzugestalten!

Ich freue mich auf dich und deine Räume!