„Herzlich willkommen!“ Feng Shui und deine Gäste

Feng Shui beschäftigt sich mit den Lebensräumen der Menschen. Es geht unter anderem darum, die Zimmer z.B. so zu gestalten, dass sich die Bewohner darin absolut wohl fühlen, dass sie ihnen Energie geben, statt sie ihnen abzuziehen. Aber es geht dabei nicht nur um die Bewohner. Auch die Gäste, die dich besuchen, sollen sich schließlich bei dir wohl fühlen. Worauf Du hier achten kannst, ist Thema dieses Blogbeitrags.

Gastfreundschaft ist die Kunst,
seine Besucher zum Bleiben zu veranlassen,
ohne sie am Aufbruch zu hindern.
Unbekannt

Was haben Gäste mit deinem Zuhause zu tun?

Lädst du gerne Gäste ein? Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, inwieweit dein Zuhause daran beteiligt ist, ob sich deine Bekannten, deine Freunde oder Verwandten wohl bei dir fühlen?
Vielleicht ist dir aufgefallen, dass dein Besuch immer nur kurze Zeit bei euch verweilt.
Vielleicht kommt kein richtiges Gespräch in Gang und alles fühlt sich schwer und bedrückend an?
Vielleicht sitzen alle wie auf glühenden Kohlen und warten nur darauf, bis sich eine gute Gelegenheit bietet, sich zu verabschieden.
All dies können Symptome dafür sein, dass in deinem Umfeld Handlungsbedarf besteht. Im Feng Shui steht das Wohlbefinden immer auch im Zusammenhang mit den räumlichen Gegebenheiten. Hier einmal genauer hinzuschauen kann sich lohnen – nicht nur für deine Gäste, sondern auch für dich!

Tipps, wie du dein Zuhause einladend gestaltest

Um dein Zuhause einladend für deine Gäste zu gestalten, braucht es in der Regel nicht viel.
Hier nun meine Tipps, wie du dein Zuhause gestalten kannst, damit es dir und deinen Gästen gut tut.

Dabei starten wir jedoch nicht in deiner Wohnung. Ich möchte deinen Blick vielmehr auf den Zuweg zu deinem Zuhause richten und hier beginnen. Dies ist der Ort, an dem deine Besucher zum ersten Mal in Kontakt mit dir kommen.

1. Schau dir deinen Zuweg an

Was sehen deine Gäste, wenn sie dich besuchen?
Was nehmen sie wahr, riechen, hören, fühlen, sehen sie auf dem Weg zu deiner Haustüre? Sind es Mülltonnen, aus denen der Müll herausquillt und schon von weitem einen sehr unangenehmen Geruch verbreitet? Oder müssen sie sich an einem Rosenstrauch vorbei zwängen, der bei Unachtsamkeit mit seinen Dornen an der Kleidung hängen bleibt?
Funktioniert das Licht, oder sind die Lampen kaputt, so dass es schwer ist, am Abend den Weg zu erkennen?
Hier wird dir sicher deutlich, welche Bedeutung der Weg von der Straße zu deiner Haustür hat – sowohl für dich, den du ihn tagtäglich gehst, als auch für deine Gäste.
Mach dich also auf den Weg! Schau dir alles genau an. Repariere, ersetze oder entsorge, was kaputt ist. Gestalte neu, wo etwas fehlt.
Bedenke dabei immer, dass der Weg zu deiner Haustür das erste ist, was deine Gäste von dir wahrnehmen, wenn sie kommen. Und es ist auch das letzte, was sie sehen, wenn sie sich verabschieden und wieder gehen. Es bleibt also in ihrer Erinnerung und es prägt dadurch mit ihr Bild über dich und dein Zuhause.

2. Achte auf deine Haustür

Der Eingang deiner Wohnung/deines Hauses ist der nächste Bereich, den du dir anschauen solltest. Hier stehen deine Gäste vor deiner Türe.
Vor allem für Besuch, der zum ersten Mal zu dir kommt ist es sicher hilfreich, wenn deine Hausnummer gut sichtbar angebracht ist. So wissen deine Gäste direkt, ob sie vor dem richtigen Haus stehen oder nicht.
Die Wohnungstüre/der Hauseingang gibt ihnen einen weiteren Eindruck von dir und deinem Zuhause. Sie nehmen (meist unbewusst) wahr, wie sie empfangen werden, ob sie willkommen sind oder eher nicht.
Gibt es z.B. eine Klingel, mit der sie sich bemerkbar machen können? Und steht auf der Klingel auch dein Name, so dass sie dich direkt finden? Gibt es Licht, damit sie auch bei Dunkelheit deinen Namen und dein Klingel sehen? Wie sieht es mit einer Fußmatte aus? Ist sie einladend, z.B. mit einem schönen Spruch wie „Herzlich Willkommen“ oder „Schön, dass du da bist!“
Was sicher wenig einladend ist und somit nicht vor die Haustüre/Wohnungstüre gehört sind Mülltüten, Kartons mit leeren Flaschen, wilde Schuhberge oder ausrangiertes Gerümpel.

3. Wie sieht es in deinem Flur aus?

Im Flur deiner Wohnung/deines Hauses finden meist die ersten Gespräche zwischen dir und deinen Gästen statt. Hier begrüßt ihr euch. Es werden vielleicht Geschenke weitergegeben und die Jacken, eventuell sogar die Schuhe ausgezogen.
Wie sieht dein Flur aus?
Ist z.B. genügend Platz, um deine Gäste hier zu empfangen oder ist so wenig Raum, dass ihr euch im Treppenhaus/ im Freien begrüßen müsst?
Wie vollgestellt und dadurch beengt ist dein Eingangsbereich?
Wie aufgeräumt ist er? Stapeln sich vielleicht Schuhe und Jacken an der Garderobe, so dass kein Platz da ist, um die Jacken der Besucher aufhängen zu können?
Gibt es tolle Kleiderhaken für die Garderobe deiner Gäste?
Gibt es vielleicht sogar extra schöne Hausschuhe, die sie sich anziehen können, wenn sie möchten?

4. Aufräumen und sauber machen ist Wertschätzung

Lädst du Besuch ein, solltest du dafür sorgen, dass dein Zuhause eine gewisse Grundordnung hat und das alles sauber ist. Es geht nicht darum einen sterilen, leeren Raum zu schaffen, sondern die Balance zwischen Chos und Ordnung zu finden, die für Gemütlichkeit und Wohlfühlen sorgt. Deine Gäste werden es schätzen, schließlich trägt es dazu bei, dass sie sich bei dir wertgeschätzt fühlen.
Schaff auf jeden Fall Platz und Raum für deine Gäste überall dort, wo ihr euch aufhalten werdet.
Räum z.B. das Sofa frei.
Achte darauf, dass der Esstisch sauber und leer ist und deine Gäste sich direkt an den Tisch setzen können.
Sorge für frische Gästehandtücher und ausreichend Klopapier im Bad. Eine brennende Kerze am Abend ist hilfreich, wenn sich der Lichtschalter im inneren des Bades befindet. Dann muss niemand im Dunkeln tappen und der Lichtschalter ist schnell gefunden.

5. Schaffe eine angenehme Atmosphäre

Ein wohltuender, dezenter Duft, frische Blumen, angenehmes Licht, Kerzen oder schöne Musik im Hintergrund können dazu beitragen, eine gute Atmosphäre in deinem Zuhause zu schaffen, so dass sich deine Gäste rundum wohl fühlen.
Eine weitere Möglichkeit, deine Besucher willkommen zu heißen können auch entsprechende Wandtatoos oder Deko-Gegenstände wie z.B. Postkarten sein. Hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Verschenke z.B. liebevolle Worte des Willkommen-seins wie: „Herzlich Willkommen“, „Schön, dass du da bist!“, „Schön, dass es dich gibt!“

Achte auch darauf, dass sich keine Deko-Artikel mit Spitzen oder Pflanze mit spitzen, scharfkantigen Blättern (z.B. Yuccapalme) neben dem Sitzplatz deines Gastes befinden. Diese Spitzen wirken wie Pfeile und treiben vor allem sensible Menschen schnell in die Flucht.

6. Mach deutlich, wo es lang geht

Gerade in großen Wohnungen und Häusern mit vielen Zimmern fällt die Orientierung so manchem Besucher schwer. Gerade für Gäste, die zum ersten Mal oder nach langer Zeit wieder einmal zu Besuch sind, kann es daher hilfreich sein, wenn wichtige Bereiche wie die Haustüre oder das Gäste-WC beschriftet sind. Dann weiß jeder direkt, wo es lang geht.

Sei einmal dein eigener Gast

Gäste einzuladen bedeutet, dein Zuhause für andere Menschen, seien es gute Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder zu öffnen. Damit gibst du immer etwas von dir selbst preis, auch wenn du dir dessen vielleicht nicht so bewusst bist. Schließlich spiegelt dein Zuhause – wenn es authentisch gestaltet ist – deine Persönlichkeit in all ihren Facetten wider. Alles darin erzählt z.B. von deinem bisherigen Leben, deiner aktuellen Situation, deinen momentanen Themen, deinen Sichtweisen auf Dinge. Es spiegelt sich in deinem Grundriss, deinen Möbeln, deinen Bildern, deinen Fotos, deinen Deko-Gegenständen, deinen Pflanzen usw. wider.
Am Ende dieses Beitrag lade ich dich daher dazu ein, deine Wohnung/dein Haus einmal aus anderen Augen zu betrachten, nämlich aus denen eines Gastes.
Begib dich auf Entdeckungsreise. Geh durch deine Räume und schau dich um, als ob du nur kurze Zeit zu Besuch bist. Was fällt dir aus dieser Perspektive auf? Was gefällt dir? Was gefällt dir nicht? Und was möchtest du auf jeden Fall ändern?

Was sonst noch möglich ist

Wie immer an dieser Stelle möchte ich dir zeigen, wie vielfältig Feng Shui ist und welche Möglichkeiten es über die hier bereits beschriebenen hinaus gibt, damit es dir und deinen Gästen gut geht.
Erwähnen möchte ich dabei noch einmal die Bedeutung des Eingangs. Hier gibt es viele weitere Dinge, die wir uns gemeinsam anschauen können, damit deine Gäste sich auf zukünftige Besuche bei dir freuen.
Des Weiteren kann der Blick in die einzelnen Bagua-Felder deines Zuhauses zeigen, welche Himmelsrichtungen besonders förderlich für den Besuch von Freunden, Nachbarn, Kollegen usw. sind. Wie sieht es hier aus? Was lässt sich eventuell optimieren?
Und dann können wir uns natürlich noch anschauen, was dein Spaziergang als Gast in deinem Wohnung/ deinem Haus mit dir gemacht hat.

Ich helfe dir gerne dabei, dein/euer Zuhause mit weiteren Feng Shui-Tools und kreativen Tipps umzugestalten, so dass sich alle Bewohner – und natürlich alle Gäste – darin wohlfühlen!

Melde dich einfach. Ich freue mich auf dich und deine Räume!