Feng Shui Trier

Das Feng Shui – Kinderzimmer – 3 Tools mit denen ich arbeite

Ein Kinderzimmer einzurichten ist bei einer Feng Shui- Beratung oft eine große Herausforderung. Schließlich gilt es, unterschiedliche Bereiche mit gegensätzlichen Themen auf meist kleinem Raum unterzubringen. So gibt es z.B. je nach Alter des Kindes einen Schreibtisch, an dem gearbeitet, gelernt, gebastelt, gemalt wird, ein Bett zum Ausruhen, sich einkuscheln und Schlafen, ein Spielbereich, in dem geturnt, getanzt, gebaut, gespielt wird, Schränke und Regale zum Aufbewahren u.a. von Kleidung, Spielsachen, Büchern.
Und dann ist da noch das Kind mit seinen individuellen Vorstellungen, Prägungen, Ideen, Wünschen usw. und seiner ganz eigenen Energie.
Wie es trotzdem gelingen kann, ein multifunktionales Wohlfühl-Zimmer zu gestalten und welche unterschiedlichen Tools ich dazu verwende, stelle ich dir in diesem Beitrag vor.

Was sich Eltern wünschen

Der Beratungsauftrag zur Gestaltung eines Kinderzimmers kann recht unterschiedlich sein.

  • Manchmal geht es den Eltern nur darum, eine möglichst gute Farbe für die Wandgestaltung zu finden.
  • Oder es sollen neue Möbel angeschafft werden. Da ergibt sich die Frage, welche es sein sollen und wie sie am besten im Kinderzimmer platziert werden.
  • Mitunter bemerken die Eltern, dass ihr Kind sich in seinem Zimmer unwohl fühlt und es nach Möglichkeit vermeidet, sich dort aufzuhalten.
  • Gelegentlich wird auch von Seiten der Kinder oder der Eltern ein Zimmertausch gewünscht und es gilt zu schauen, welcher Raum sich für wen eignet.
  • Eine Neubauplanung kann ebenfalls Anlass sein, sich von mir beraten zu lassen. Dann kann von Anfang an ein passendes Zuhause für alle, insbesondere auch für die Kinder gestaltet werden.

Egal um welchen Wunsch es sich handelt, im Feng Shui gibt es viele Möglichkeiten, hier planerisch und gestaltend die Eltern -und je nach Alter natürlich auch die Kinder – zu beraten.
Welche unterschiedlichen und interessanten Tools ich dazu in meinem Feng Shui-Köfferchen habe und je nach Bedarf nutze, stelle ich dir nun vor.

1. Feng Shui im Kinderzimmer

Je jünger Kinder sind, umso intensiver sind sie noch mit dem Kosmos verbunden und können die Energie in ihrer Umgebung wahrnehmen.
Da kann eine unachtsame Raumgestaltung vor allem bei Babys und Kleinkindern schnell dazu beitragen, dass sich die Kids in ihrem Zimmer unwohl fühlen, nicht darin spielen wollen oder schlecht schlafen. Steht das Bett z.B. an einem ungünstigen Platz, hat der Raum viele Mauervorsprünge oder Möbelkanten, sich gegenüberliegende Fenster usw. wird wohl eher das Schlafzimmer der Eltern oder das Wohnzimmer zum Lieblingsraum werden als das eigene Kinderzimmer – unabhängig davon, wie liebevoll es eingerichtet ist.
Auch die farbliche Gestaltung des Zimmers, Deko-Gegenstände, Pflanzen oder das Licht haben Einfluss auf die Raumenergie, können diese und damit auch das Kind, positiv oder negativ beeinflussen.
Mit unterschiedlichen Feng Shui – Techniken aus der Kompass- und Formschule kann hier das Chi lenken und zwar so, dass es zu einem harmonischen Raumkonzept beiträgt und ein Kinderzimmer entsteht, in dem sich das Kind rundum wohl fühlt.

Bereits 2017 habe ich meine Ausbildung zur Imperial Feng Shui Beraterin und die Bazi Ausbildung an der Internationalen Feng Shui Akademie gemacht. Seitdem habe ich mich immer wieder durch Literatur und Seminare zu unterschiedlichen Feng Shui Themen weitergebildet. Dadurch kann ich heute auf einen großen Wissensschatz zugreifen und daraus die passenden Infos und Tools zur Gestaltung eines Kinderzimmers wählen.

2. Astrologie im Kinderzimmer

Auch in der Astrologie gibt es einen Bereich, der sich mit dem Thema Wohnen beschäftigt: die Raumastrologie. Anhand des Geburtshoroskops und der Stellung der persönlichen Planeten des Kindes lässt sich z.B. ablesen, was ihm guttut, welche Spielsachen interessant sind, was gerade gebraucht wird und unterstützt. Vor allem der Mond, die Venus und das 4. Haus liefern dazu wichtige Informationen. Sie zu „lesen“ ist die eine Sache – die „Übersetzung“ in eine geeignete Raumsprache eine andere.
Des Weiteren geben die 4 Elemente (Feuer, Erde, Luft, Wasser) Anhaltspunkte, was dem Kind guttut und was es zu seiner Entwicklung gerade braucht. Sie können, so wie wir es auch aus dem Feng Shui kennen, ebenfalls zur Raumgestaltung herangezogen werden. Mit den entsprechenden Farben, Formen, Materialien oder Themen entsteht dadurch bereits ein Zimmer, das individuell auf das Kind zugeschnitten ist.
2023 habe ich meine Zertifizierung zur Kinder – Astrologin bei Sandra Fabri abgeschlossen. Sie ist ausgebildete Astrologin mit Schwerpunkt Kinder- und Familienastrologie. Ich habe bei ihr die Grundlagen gelernt, wie ein Kinderhoroskop gelesen und gedeutet wird und einen Workshop zur Raumgestaltung mit Astrologie gemacht. Das Wissen und die Techniken, die ich dabei gelernt habe, sowie weitere Infos und Tools aus Fachbüchern wende ich nun bei meinen Beratungen an.

3. Die Montessori-Pädagogik im Kinderzimmer

Maria Montessori ist die Begründerin der Montessori-Pädagogik. Vielen ist bekannt, dass Montessori spezielle Materialien entwickelt hat, die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen. Weniger bekannt ist jedoch, dass Maria Montessori auch die Raumgestaltung als bedeutenden Faktor in ihrem Konzept verankert hat. Sie spricht von der vorbereiteten Umgebung.
Vor allem Naturmaterialien spielen darin eine wichtige Rolle. Spiel- und Lerngegenstände oder Möbel aus Holz z.B. sorgen für eine angenehme, wohltuende Energie im Raum.

Alle Gegenstände, die das Kind benutzt, sind auf seine Größe abgestimmt. Bilder, Spiegel und Gegenstände wie Handfeger, Schaufel usw. hängen in Augenhöhe des Kindes. Generell ist der Raum so gestaltet, dass er dem Kind vielfältige Möglichkeiten bietet, selbstständig und eigenverantwortlich tätig zu werden.
Die Möbel sind leicht und flexibel. Sie können dadurch jederzeit auch vom Kind umplatziert werden. Auch Deko-Material, Pflanzen, Spielsachen, Bilderbücher sind sorgfältig mit Blick auf die Wirkung im Raum und vor allem auf das Kind ausgewählt.

Bereits seit 1992 bin ich Montessori-Pädagogin und habe seitdem in unterschiedlichen Einrichtungen mit Kindern verschiedener Altersstufen nach der Montessori-Pädagogik gearbeitet. Ich bin außerdem Buchautorin und habe über 30 Bücher (viele davon zu Montessori-Themen) geschrieben.
Die Raumgestaltung nach Kriterien Maria Montessoris hat auch heute noch einen hohen Stellenwert in meiner Arbeit und ist ein absolut wichtiges und wertvolles Tool um Räume auch im familiären Kontext sinnvoll, kindorientiert und wohltuend zu gestalten.

Wie passt das nun zusammen?

Damit Du eine Vorstellung davon bekommst, wie diese 3 Tools nun zusammenpassen und wie ich sie in meinen Beratungen nutze, möchte ich dir dazu ein Beispiel geben.

Ausgangspunkt ist die Anfrage einer Mutter, die gerne das Kinderzimmer der 4jährigen Tochter Stella neugestalten möchte. Das Kind fühlt sich darin unwohl und hält sich lieber in anderen Räumen des Hauses auf als in seinem eigenen Zimmer. Vor allem die farbliche Gestaltung soll Thema der Beratung sein, da auch weitere Räume neu gestrichen werden sollen.
Ich benötige zur Beratung den Grundriss des Hauses und die Geburtsdaten des Kindes.

Die Astrologie
Anhand des Geburtstages schaue ich mir das Horoskop des Mädchens an. Dabei interessieren mich vor allem die Stellungen der persönlichen Planeten Mond (was das Kind braucht) und Venus (was das Kind mag) sowie das 4. Haus, bei dem es um das Thema Wohnen geht.
Außerdem berechne ich die einzelnen Elemente, um zu sehen, wie sie verteilt sind.

Stellas Mond befindet sich im Zeichen Jungfrau. Somit gehe ich davon aus, dass Stella Ordnung und Struktur mag, es überschaubar und bescheiden eingerichtet liebt.
Sicher begeistert sie sich für einen schönen Wandkalender oder einen Setzkasten, in dem sie Gegenstände nicht nur sammeln, sondern auch schön platzieren und vor allem ordnen kann.
Als „kleine Jungfrau“ wird es ihr sehr wahrscheinlich guttun und auch leichtfallen, ihren Besitzt beim Umgestalten des Zimmers noch einmal unter die Lupe zu nehmen und all die Dinge auszurangieren, die sie nicht mehr mag und die nicht mehr zu ihr passen.
Farben, die der Mond in Jungfrau bevorzugt sind z.B. Naturtöne, zarte Pastelltöne, warme Grüntöne, lila. Auch Rottöne zählen dazu. Sie sind jedoch leicht zurückhaltend (hellrosa, Rosé, Lachs).

Stellas Venus steht im Sternzeichen Waage.
Venus in Waage verleiht ihr einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik, für Eleganz, für Stil, für Farben und einen guten Geschmack.
Vielleicht hat sie auch einen künstlerisch-musikalische Begabung oder zumindest ein feines Gespür dafür. Dann sollte sich dies in ihrem Zimmer auch widerspiegeln.
Auf jeden Fall ist es wichtig, dass sie sich in ihrem eigenen Reich mit schönen Dingen umgibt, denn dies wird sie in Einklang mit sich selbst und mit der Welt bringen.
Als Luftzeichen mag die Waage gerne Gesellschaft und den Austausch mit anderen. Dies könnte z.B. ein Hinweis darauf sein, warum Stella sich lieber in anderen Räumen aufhält als in ihrem eigenen Zimmer.
Es bedeutet für mich auch darauf zu achten, dass ihr Zimmer so gestaltet ist, dass sie z.B. Freunde einladen kann und das genügend Platz da ist, mit ihnen hier zu spielen. Leichte, bewegliche Möbel, die sich schnell umstellen lassen, sind besonders vorteilhaft.
Die Waage ist sehr harmoniebedürftig und tut so einiges dafür, um sicherzugehen, dass z.B. die Eltern glücklich und zufrieden sind. Leider geht dies dann auf ihre eigenen Kosten. Über dieses Thema werde ich auf jeden Fall mit Stellas Eltern während der Beratung sprechen.
Farben, die die Waage-Venus mag, sind vor allem hell, freundlich und zurückhaltend. Passend sind z.B. Lachsrot, Rosé, beige, Kupfer, gelb, blasse Grüntöne.

Stellas Elemente sind, wie in vielen Horoskopen, ungleichmäßig verteilt. Erde überwiegt. Feuer ist mit 3 Punkten am schwächsten besetzt. Erde und Feuer tun ihr somit gut.
Diese Element kann ich nun im Raum stärken und den Eltern Tipps geben, wie sie sie darüber hinaus auf anderen Ebenen integrieren können.

Im 4. Haus befindet sich in Stellas Horoskop der Steinbock. Der Steinbock ist, wie die Jungfrau, dem Element Erde zugeordnet, steht für Struktur und Ordnung. Auch dies ist also wieder ein Hinweis darauf, dass Stella ein eher ordentliches Kind ist, die ihr Zimmer aufgeräumt, strukturiert und sauber mag. Dies gibt ihr Sicherheit und Halt.
Als ehrgeiziger Steinbock liebt sie es mit zunehmendem Alter wahrscheinlich sehr, wenn andere ihr Zimmer bewundern, und das umso mehr, je intensiver die Gestaltung auf ihren eigenen Einsatz zurück geht. Daher ist es wichtig, sie so weit wie möglich an der Gestaltung ihres Zimmers zu beteiligen.

 

Zusammenfassung

 

1. Die Astrologie
Stellas Mond, die Venus, das 4. Haus und die Elemente – Verteilung geben mir nun in Kombination miteinander Hinweise zur Raumgestaltung.
So kann ich z.B. Dekomaterial und passende Einrichtungsgegenstände bestimmen (z.B. Setzkasten, Spiegel, Kalender, kleiner Zimmergarten, …).

Ich weiß, dass leichte, transportierbare Möbel wichtig sind, die schnell umgestellt werden können, so dass auch genug Platz zum Spielen ist, wenn eine Freundin kommt.
Ich kann die passenden Farben und Farb-Akzente zusammenstellen.

Mit Hilfe eines Raumhoroskops, dass ich auf Stellas Zimmer projiziere sehe ich genau, welche Bereiche sich fürs Schlafen, für den Schreibtisch, für künstlerische Tätigkeiten oder für Sport-Spiel-Spaß eignen, bzw. welche Linien eher ungünstig sind.

2. Feng Shui
Feng Shui gibt mir nun die Möglichkeit die Möbel im Raum so zu platzieren, dass sie den Regeln der Formschule entsprechend stehen. Wichtig ist vor allem, dass das Bett und der Schreib-/Spieltisch einen guten Platz finden.
Der Grundriss gibt mir Infos darüber, ob es in Stellas Zimmer ungünstige Raumgegebenheiten wie Fenster- Tür- oder Fenster- Fensterlinie, Mauervorsprünge oder einen Fehlbereich gibt. Mit entsprechenden Maßnahmen kann ich dann einwirken.
Ich kann des Weiteren die günstigen Richtungen für Stella ermitteln (Kua-Zahl) und schauen, wo sie sich in ihrem Zimmer befinden und nutzen lassen.

3. Montessori- Pädagogik
Stella ist noch recht jung. Sie hat ein stark ausgeprägtes Erde- Element. Mit Jungfrau und Steinbock möchte sie schnell groß werden und dementsprechend selbstständig sein. Daher wird sie es wahrscheinlich mögen, wenn sie in ihrem Zimmer z.B. einen kleinen Besen mit Schaufel und Handfeger, einen Spiegel zum Haare kämmen oder ein kleines Tablett mit einem Glas, einem kleinen Wasserkrug und einem Handtuch hat, um sich selbst mit Trinken zu versorgen. Alles wird so platziert, dass sie selbstständig tätig sein kann.

Auch ein Ordnungssystem für Stifte, Scheren, Kleber und Papiere wird sie sicher lieben. Geschlossene Regal sorgen dafür, dass ihr Zimmer aufgeräumt und ordentlich aussieht.
Leisten (z.B. für Kehrutensilien, Kleidung), Haken oder Regalbretter mit Bilderbüchern o.ä. werden so angebracht, dass Stella die darauf platzierten Dinge gut erreichen kann. Bilder hängen in ihrer Augenhöhe, so dass sie sie im Blick hat.

Was gibt es noch dazu zu sagen
Eine Raumgestaltung ist immer sehr komplex und vielschichtig. Das Beispiel meiner Beratung gibt nur einen kleinen Einblick in das, was in Kombination mit der Astrologie und der Montessori-Pädagogik möglich ist. Eine tiefergehende Beschreibung sprengt bei weitem den Rahmen eines Blog-Beitrags.

Am Ende geht es jedoch nicht darum, den Eltern und Stella einfach ein fertiges Konzept in die Hand zu drücken.
Mein Anliegen ist vielmehr, ein Verständnis dafür zu wecken, wie ein Raum auf uns Menschen, insbesondere in diesem Fall auf ein Kind wirkt.
Daher finde ich es sehr wichtig, ins Gespräch zu kommen und vor allem auch im Gespräch zu bleiben, um immer wieder bei Bedarf Dinge abzuklären, zu besprechen, Anstöße zu geben, Infos einzubauen.
Feng Shui ist eben mehr als nur Möbel durch den Raum zu schieben.

Ob Stella das neu gestaltete Zimmer am Ende gefällt und ob sie sich darin wohl fühlt weiß ich nicht. Viele weitere Faktoren spielen da eine wichtige Rolle, auf die ich als Feng Shui Beraterin nicht unbedingt Einfluss habe.

Ich hoffe jedoch, dass alle Beteiligten Spaß an der Beschäftigung mit ihrem Lebensraum/ihren Lebensräumen haben, viel über sich selbst dabei lernen und dass sie ihr zuhause vielleicht danach mit anderen Augen sehen.
Stellas Eltern wünsche ich, dass sie ihre Tochter nach meiner Beratung noch einmal auf eine andere Art und Weise kennenlernen (u.a. durch die Infos zur Astrologie).
Mit der Neugestaltung ihres Kinderzimmers leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, dass Stella sich ihrer eigenen Persönlichkeit bewusster wird.
Sie wird nun auch über den Raum – ihr ganz individuelles Reich – gefördert und erhält hier die Möglichkeit sich in ihrer Einzigartigkeit zu erleben und angenommen zu fühlen.

Was ist sonst noch möglich
Die Weiterbildung zur Kinderastrologin hat mein Beratungsangebot bereichert. So kann ich nun neben Mond, Venus und dem 4. Haus tiefer schauen, z.B. deutlich machen, was das Kind sich von seinen Eltern wünscht, welche Freunde oder Gruppen ihm guttun, welche Betreuungsform (Kita, Tagesmutter, Mama) förderlich ist, wie es mit Frustration und Wut im Trotzalter umgehen wird, wie Lernen funktioniert, was und wie es bevorzugt isst, welche Sportarten unterstützen oder welches Spielzeug ihm beiträgt.
Viele dieser Themen können auch bei einer Kinderzimmer-Beratung mit einfließen.
Möchtest Du mehr darüber wissen, kontaktiere mich einfach.

Ich freue mich auf Dich!